Archiv für März 2013

Kritik am Bündnis „Bielefeld stellt sich quer“

700 Gegendemonstrant_innen konnten am 18.3.2013, einem Montagvormittag u. a. über das Bündnis dazu mobilisiert werden, gegen ProNRW auf die Straße zu gehen.
Allerdings mussten sich diese 700 dann auch die stark ordnungspolitisch ausgerichtete und inhaltlich unzulässige Rede von Pit Clausen (SPD), dem Oberbürgermeister von Bielefeld antun. Sein Verweis auf die Rechte eines jeden asylsuchenden Menschen auf ein Verfahren nach dem Asylrecht, ist angesichts der stattfindenden Direktverfahren und der Anzahl der Ablehungen und Abschiebungen, blanker Hohn.
Geflüchtete wurden als Fremde und Schwache bezeichnet. Die durchscheinenden Allmachtsphantasien sind konstituierende Elemente des vielschichtigen Problems Rassismus.
Das von Clausen und vielen anderen (Parteipolitiker_innen) nichts anderes zu erwarten ist, ist klar. Denn D-land macht dicht.
Trotzdem soll hier auf die Kritik an dem Bündnis verwiesen werden. Eine Kritik, die in Forderungen an die Bündnismitglieder mündet. (Siehe unten)

Hervorzuheben ist dabei die Forderung nach Solidarität, welche kontinuierlich da ansetzen muss, wo sie eingefordert wird.

- Bleiberecht für alle Geflüchteten
- Abschaffung aller Lager und der Residenzpflicht

Folgender Text wurde als Flugblatt während der Gegenkundgebung am 18.3.2013 in Brackwede verteilt. Anschließend wurde er digital an die Bündnismitglieder versendet.
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ES HEIßT ANTIROMAISMUS!

Roter-Montag-außer-der-Reihe-Veranstaltung: am 14. März 2013 um 19:30 Uhr in der Extra Blues Bar

Auf der epistemischen Ebene sind Roma und andere unterdrückte Gruppen Gewalt ausgesetzt. Antiromaismus im Universitätsbetrieb ist Alltag in Deutschland, z.B. im Forum Tsiganologische Forschungen (FTF) an der Universität Leipzig.
Was hat das für Gründe? Welche Ideologie und Machtstruktur wird dadurch aufrecht erhalten? Filiz Demirova wird eine kritische Position in Hinblick auf die Forschung an Roma einnehmen.
Welche Akteur_innen in der Roma Politik sind öffentlich präsent und akzeptiert? Die „Antifa“ und „Antira“ tritt öffentlich für die Rechte der Sinti und Roma auf. Wie sieht die Zusammenarbeit mit Roma Aktivist_innen aus? Hasiba Dzemajlji wird in Hinblick auf die Unterstützer_innen_Strukturen in der „Antifa“ und „Antira“ -Szene eine kritische Position beziehen.

Referentinnen:
Hasiba Dzemajlji, Roma Aktivistin, Dolmetscherin & Übersetzerin
Filiz Demirova, Roma Aktivistin, freie Autorin und Redaktion von
“Der Paria”

Datum: 14. März 2013
Ort: Extra Blues Bar, Siekerstr. 20
Zeit: 19:30 Uhr