Veranstaltung: Die Shoah und die Linke

Zweite Veranstaltung im Rahmen der Gedenkstättenfahrt:

Diskussion:

Die Shoah und die Linke – Wir sind die Guten?
Diskussionsveranstaltung mit der ag blinde flecken aus Hannover
Montag, 23.April 2012, 20 Uhr
Universität Bielefeld, Raum: C0-269

Der gesellschaftliche Umgang mit dem Nationalsozialismus hat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. Die verschiedenen Facetten der Jahrzehnte des Schweigens und Verdrängens bis hin zur offensiven Thematisierung hätten bis heute Interventionen einer kritischen Linken erfordert. Doch linke Bewegungen konnten sich in allen Nachkriegsjahrzehnten nicht durch einen ruhmreichen Umgang mit dem Nationalsozialismus hervorheben. Stattdessen wurde das Bestehen auf eine Auseinandersetzung mit der Besonderheit des Nationalsozialismus und der Shoah häufig als eine Anklage verstanden. Wir wollen auf der Veranstaltung das Verhältnis der Linken zur Shoah skizzieren und diskutieren. Ist es überhaupt notwendig, sich explizit mit Nationalsozialismus und Holocaust zu beschäftigen? Wofür und wie? Ist es für aktuelle Gesellschaftskritik und eine Begründung von radikaler Opposition notwendig oder überhaupt möglich, „aus der Vergangenheit zu lernen“? Und wie spiegeln sich Positionen zum NS in antifaschistischer und linker Politik heute wider?

Die Veranstalter_innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen
Organisationen angehören oder der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch
antisemitische, sexistische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den
Veranstaltungen zu verwehren.