Archiv für März 2009

10.03.2009: Aus alt mach neu: Über Traditionslinien und Kontinuitäten zwischen Bundeswehr und NS-Militär

Aus alt mach neu:
Über Traditionslinien und Kontinuitäten zwischen Bundeswehr und NS-Militär

«Ein Unrechtsregime, wie das Dritte Reich, kann Tradition nicht begründen.« Scheinbar eindeutig äußert sich der seit 1982 geltende Traditionserlass der Bundeswehr: Mit Wehr­machtsverherrlichung habe die Truppe nichts zu tun. Nur: Genauso zahlreich wie die öffentlichen Bekenntnisse von Militärs und Regierungspolitikern sind die Hintertürchen, die sie sich offenhalten. Der Aufbau der Bundeswehr stand von Anfang an unter dem Motto der angeblich „sauberen Wehrmacht“. Verdiente NS-Krieger fanden abermals An-stellung und prägten die „neue Wehrmacht“, wie sie in den 50er Jahren genannt wurde, von Anfang an.

Auch heute verzichtet die Bundeswehr in ihrer Traditions­pflege nicht auf die alten Vorbilder. An welchem Punkt zwi­schen Führertreue und Widerstand, zwischen Wolfsschan­ze und Bendlerblock ist die Truppe heute zu verorten? Warum glaubt sie auch heute, nicht auf die Helden von
einst verzichten zu können? Was hat es mit dem 20. Juli und den „Bürgern in Uniform“ auf sich, und welche Rolle spielen die Traditionsvereine?

Veranstalter: Antifa-Ag, Uni Bielefeld
Ort: Historisches Museum Bielefeld, Vortragssaal
Referent: Frank Brendle (DFG-VK)
Beginn: Di, 10. März, 18.30 Uhr
Entgelt: Eintritt frei